Das Vocalensemble CAMERATA VOCALE HESSEN ist ein von Christof Becker gegründetes Ensemble, das in kleiner Besetzung Werke zur Aufführung bringt, deren Provenienz nicht den großen Oratorienbesetzungen entspricht. Neben Motetten aus verschiedenen Epochen brachte das Ensemble z.B. auch die Weihnachtshistorie von Schütz, Kantaten von Bach und die Missa Inventionis Sanctae Crucis von Joh. Caspar Ferd. Fischer zur Aufführung. Letztere erklang beim Schlusskonzert der Tage für Alte Musik 2006 in der Marienstiftskirche Lich. Das Ensemble arbeitet Projektbezogen und besteht aus erfahrenen Sängerinnen und Sängern, die sich gerne auf anspruchsvolle Chorarbeit einlassen. Kontakt und Infos auch hinsichtlich des Vorsingens über Kantor Christof Becker.

4.9.2011 um 19.00 Uhr - Marienvesper

Herzliche Einladung

zur Aufführung der

"Marienvesper" von Claudio Monteverdi

am 4.9.2011 um 19.00 Uhr

Monteverdis „Vespro della Beata Vergine“ datiert man auf das Jahr 1610, und die Widmung an Papst Paul V. lässt vermuten, dass der vom Mantuaner Hof enttäuschte Komponist sich damit für die Stelle des Musikchefs an St. Peter beworben hat. Daraus wurde bekanntlich nichts, dafür klappte es 1613 an San Marco in Venedig, wo Monteverdi bis zu seinem Tod wirkte.
All das ist nicht ganz sicher. Sicher ist, dass sich das frühe geistliche "Monumentalwerk“ seit seiner Neuentdeckung 1932 zu einem Standardwerk der Musica sacra entwickelt hat. Diese venezianische Klangpracht zieht  Musiker, wie Hörer in den Bann.

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Mut des Kantors zum gestalterischen Risiko – Giessener Allgemeine vom 6.12.2010

Weihnachtsoratorium von Johann Sebastian Bach am Samstag in der Marienstiftskirche hatte viele starke Momente

Viele starke Momente hatte die Aufführung der Kantaten eins und vier bis sechs des „Weihnachtsoratoriums“ von Johann Sebastian Bach am Samstag in der Marienstiftskirche. Schon der Beginn ließ aufmerken: Kantor Christof Becker dirigierte das „Jauchzet, frohlocket, auf, preiset die Tage“ mit spürbarer Hingabe, voller Elan. Die Camerata vocale Hessen und das Reußlische Kammerorchester aus Gera gefielen durch nicht zu gewichtigen, vielmehr elegant leichten Vortrag, achteten dabei auf vorantreibenden Fluss. Eine in den weiten musikalischen Bögen sehr ansprechenden, klanglich transparente Interpretation.

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Bachs Weihnachtsoratorium in schwingender Leichtigkeit: Licher Aufführung unter Leitung von Christof Becker meistert Herausforderung - Giessener Anzeiger - 06.12.2010

Wem Traditionen etwas bedeuten, für den ist Bachs Weihnachtsoratorium ein Muss wie der Christbaum oder das Festessen. „Jauchzet, frohlocket, auf preiset die Tage….“ Dazu die Pauken. Das geht unter die Haut, das ist für viele Weihnachten.

Die Auswahl ist beim Weihnachtsoratorium groß. Es gibt zahllose CD-Einspielungen mit den bedeutendsten Musikern unserer Zeit. Das Ambiente eines Kirchenraums können sie allerdings nicht ersetzen. Daher sind die Aufführungen des wohl bekanntesten Oratoriums meist gut besucht.

In der evangelischen Marienstiftskirche in Lich waren am Samstag die Kantaten 1 und 4 bis 6 unter der Leitung von Kantor Christof Becker zu hören. Vor Jahren wurden bereits alle sechs Kantaten in der damals überfüllten Kirche aufgeführt. Diesmal blieben Plätze leer.

Dass Becker mit der ersten Kantate begann, war den Erwartungen der Zuhörer geschuldet. Der Kantor schätzt besonders die Kantaten vier bis sechs, die zu selten zu hören sind. Bach hat sie 1735 komponiert, die ersten drei ein Jahr früher.

In der Marienstiftskirche sang die „Camerata Vocale Hessen“, ein von Christof Becker gegründetes Ensemble, das in kleiner Besetzung Werke zur Aufführung bringt, deren Provenienz nicht den großen Oratorienbesetzungen entspricht.

Obgleich die A-cappella-Literatur ein reizvolles Genre für das Vokalensemble darstellt, bedeutet es eine sängerische Herausforderung, das Weihnachtsoratorium in einer kleinen Kammerbesetzung zu meistern.

Das ist hervorragend gelungen. Der Chor hielt jederzeit die Balance zwischen dem Orchester und den Solisten. Er drängte sich nicht in den Vordergrund, wie es gelegentlich bei Aufführungen mit großen Chören geschieht. Die „Camerata Vocale“ demonstrierte eindrucksvoll das Ergebnis anspruchsvoller Chorarbeit. Herausragend war die Textverständlichkeit.

Beckers Interpretation hatte zum Ziel, die Leichtigkeit, das „Schwingende“ der Musik, herauszuheben. Das ist hervorragend gelungen.

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Weihnachtsoratorium Kantaten 1+4-6 - 4.12.2010 um 19.00 Uhr


Das Weihnachtsoratorium BWV 248 wurde 1734 (Kantaten 1-3) und 1735 (Kantaten 4-6) erstmals vom Thomanerchor in Leipzig aufgeführt. Es zählt zu Bachs berühmtesten geistlichen Kompositionen. Die biblischen Texte sind dem Lukasevangelium entnommen. Die Texte der Choräe stammen unter anderem von Martin Luther und Paul Gerhardt. Die anderen Texte werden Bachs Leipziger Textdichter Picander zugeschrieben.

Das Weihnachtsoratorium von Bach ist seit Jahrhunderten der Inbegriff von Weihnachten.

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Ausdruckskraft voll Inbrunst und Intensität - Gießener Anzeiger - 06.04.2010

Passionskonzert der Camerata Vocale Hessen

(sue). Trotz des strahlenden Frühlingswetters lockte das Passionskonzert in der Marienstiftskirche in Lich auch am Karfreitag einige Besucher an. Auf dem Programm standen unter anderem Werke von Bach, Couperin und Schütz.

Den Auftakt bildete die Deutsche Passion nach Johannes von Joachim a Burck (1568), vorgetragen vom zehnköpfigen Chor der Camerata Vocale Hessen. Stimmungsvoll und andächtig begannen die Sänger mit klaren Stimmen an die Leiden Christi zu erinnern, wobei sich die wunderbar klaren Frauenstimmen von den zunächst etwas dünnen Männerstimmen deutlich abhoben. Hochkonzentriert und mit feiner Artikulation steigerten sich die Camerata im weiteren Verlauf zu einer Ausdruckskraft voll Inbrunst und Intensität. Unterbrochen von Johann Sebastians Bachs Präludium und Fuge f-Moll, ansprechend vorgetragen von Marienstiftskantor Christof Becker an der elektronischen Orgel, führte der Chor alle drei Sätze zu einem von feiner Intonation geprägten polyphonen Amen.

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