Herzliche Einladung zum Orgelkonzert

am Samstag, den 5. September 2020

in die Ev. Marienstiftskirche in Lich

 

Das Platzangebot ist begrenzt, wobei in einem Haushalt lebende Personen zusammen sitzen können und sich somit das Kontingent etwas erhöhen kann. 
Daher wird das Konzert um 17 & 19 Uhr gespielt. Allerdings ist eine Anmeldung erforderlich mit Angabe von Namen und Telefonnummer, um eine eventuelle Nachverfolgung zu gewährleisten. (So die gesetzlichen Anforderungen). Besucher müssen zum Ein- und Ausgang auch eine Maske aufsetzen. Am Platz kann sie abgenommen werden. 

Die Anmeldeliste wird im Gemeindebüro (nach Eingang) erstellt  und wir bitten Sie, sich dort (vorrangig) per Mail oder auch Telefon (AB) bis Donnerstag, 3.9.2020 - 11 h anzumelden. (Bitte unten stehende Adresse verwenden). 
 

Bitte teilen Sie uns auch mit, ob Sie um 19 Uhr oder 21 Uhr kommen mögen.
 
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oder

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 


 

 

 

 

Herzliche Einladung zu einer

Orgelmusik am Sa, 11.07.2020

in der Licher Marienstiftskirche. 

 

Christof Becker spielt in der rund 45 min. Orgelmusik Werke von  Johann Sebastian Bach.
 
 
Zu Gehör kommen die „dorische“ Toccata und Fuge, die Partita „O Gott, du frommer Gott“, sowie die faszinierende Passacaglia in c-moll. 
 

Das Platzangebot ist begrenzt, wobei in einem Haushalt lebende Personen zusammen sitzen können und sich somit das Kontingent etwas erhöhen kann. 
Daher wird das Konzert um 19 & 21 Uhr gespielt. Allerdings ist eine Anmeldung erforderlich mit Angabe von Namen und Telefonnummer, um eine eventuelle Nachverfolgung zu gewährleisten. (So die gesetzlichen Anforderungen). Besucher müssen zum Ein- und Ausgang auch eine Maske aufsetzen. Am Platz kann sie abgenommen werden. 

Die Anmeldeliste wird im Gemeindebüro (nach Eingang) erstellt  und wir bitten Sie, sich dort (vorrangig) per Mail oder auch Telefon (AB) bis Donnerstag, 9.07. - 11 h anzumelden. (Bitte unten stehende Adresse verwenden). 
 

Bitte teilen Sie uns auch mit, ob Sie um 19 Uhr oder 21 Uhr kommen mögen.
 
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oder
Tel. Gemeindebüro 06404 62849
 
Eintritt frei - Kollekte erbeten
 
 

 

 

Gerne würden wir Sie in unserer schönen Marienstiftskirche zu Veranstaltungen begrüßen.

 

Da dies zur Zeit aus den bekannten Gründen leider nicht möglich ist, machen auch wir eine Pause und werden uns melden, sobald es wieder weiter geht.

 

Alles Gute und bleiben Sie gesund.

 

 

 

 

 


 

 

Recital auf dem Hammerflügel - Wege zu Beethoven

Neben seiner Tätigkeit an der Thomaskirche, musizierte J. S. Bach gerne mit seinem Collegium musicum im Zimmermannischen Caféhaus. Hierfür entstanden zahlreiche Instrumentalwerke.

In eben einer solchen Konzertankündigung aus den Leipziger Nachrichten von 1733 lesen wir:

„…dabey ein neuer Clavicymbal, dergleichen allhier noch nicht gehöret worden ….“

Die Musikwissenschaftlerin Eva Badura-Skoda legt in einer wissenschaftlichen Betrachtung dar, dass es durchaus sein könnte, dass damit der Nachfolger des Cembalos gemeint sein könnte, denn der Hammerflügel (wie wir ihn heute nennen) wurde anfangs durchaus noch als Cembalo bezeichnet.  

Johann Mattheson (Hamburg) hatte bereits 1725 Christoforis Hammerflügel bekannt gemacht. 

Von Italien aus, wo Christofori bereits um die 1720er Jahre das  "Cimblo con martellini“ (mit Hämmerchen) ersann, verbreitete sich das Instrument. Als erste Werke für dieses neue Instrument gelten die  "Sonate da cimbalo di piano e forte detta volgarmente di martelletti", Florenz 1732 von Lodovico Giustini.

Diesem Siegeszug hin zu den frühen Werken Beethovens wollen wir in dem 

Recital für Hammerflügel am Samstag, 15.02.20 um 17 Uhr

im Gemeindesaal der Marienstiftskirche Lich nachgehen.

Christof Becker spielt auf dem Nachbau eines Hammerflügels (1770)  von Joh. Andreas Stein. Diese Instrumente hat Wolfgang Amadeus Mozart sehr geliebt.

Zu Gehör kommen Werke von Giustini, J. S. und C.Ph. E. Bach, sowie W. A. Mozart, J. Haydn und L. van Beethoven. 

Der Eintritt ist frei - Möglichkeit zur Kollekte. 

 

 

 

 

Herzliche Einladung

 

zur Aufführung des Weihnachtsoratoriums von Johann Sebastian Bach am 8.12.2019 um 17.00 Uhr.

 

 

Capella Instrumentalis

Marienstiftskantorei Lich

Gesamtleitung Kantor Christof Becker

 

Zum Kartenvorverkauf >>>

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 


 

Links zu den anderen Homepages unserer Marienstiftsgemeinde

 

Marienstiftskirche Lich
Marienstiftsgemeinde Lich
Yougentlich
Luther in Lich
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Seien Sie herzlich willkommen auf der Homepage der Kirchenmusik der Ev. Marienstiftsgemeinde in Lich.

Hier finden Sie Informationen über unsere vielfältigen Angebote und Veranstaltungen und unsere Chöre freuen sich immer über neue Mit-Musizierende.

Wenn Sie sich eine Karte für eines der großen Konzerte sichern wollen, können Sie dies über Reservix tun.

 

1881 - 1885 Heinrich Weiters
1892 - 1905 Wilhelm Jäger
1905 - 1914 Wilhelm Zimmer
1919 - 1949 Karl Stein
1949 - 1955 Willy Hinkel
1955 - 1958 Hermann Harrassowitz
1958 - 1963 Liv Spatz
1963 - 1966 Hanna Mueller
1966 - 1970 Frank Stähle
1970 - 2001 Mechthild Müller
2001 Christof Becker

Vom Marienstift zur Marienstiftskantorei...

Eine "Kantorei" gab es in Lich bereits vor mehr als 600 Jahren. Das war aber im Gegensatz zu heute keine aus Laien bestehende kirchliche Singgemeinschaft, sondern ein Anwesen mit Scheuer und Stallungen, dessen Besitzer der Kantor war. Der Begriff des Kantors hatte zwar die gleiche Bedeutung wie heute - Leiter eines Chores -, darüber hinaus aber war der Kantor auch Priester des Marienstifts. Chöre im heutigen Sinne gab es damals jedoch überhaupt noch nicht, schon gar nicht in einer so kleinen Gemeinde wie Lich.

Wer sang also damals im Chor? Es waren zehn Geistliche mit ihren Vikaren und Schülern. Sie alle gehörten zum "Marienstift". Das Marienstift, 1316 von Philipp von Falkenstein gegründet, bestand nämlich aus einem zehnköpfigen Priesterkollegium und einer angegliederten Stiftsschule, in der vor allem der geistliche Nachwuchs herangebildet wurde. Solche Stiftsschulen waren Vorläufer der Universitäten und besaßen eine große Ausstrahlung auf das geistliche Leben jener Zeit.

Warum sangen diese Geistlichen? Laut Stiftungsurkunde hatten sie die Aufgabe, "das Lob Gottes und der seligen Jungfrau Maria mit schallender Jubelstimme gemeinsam zu besingen". Also nicht so sehr die Seelsorge, sondern der tägliche "Chordienst" zu den festgelegten Stundengebetszeiten war ihre Hauptaufgabe. Dieser Chordienst war deshalb von besonderer Bedeutung, weil nach mittelalterlicher Auffassung der Priester"chor" stellvertretend für die Gemeinde "das ununterbrochene Lob Gottes gemeinsam mit dem Chor der Heiligen und Engel" singen sollte.

Wo sangen die Geistlichen? Räumlich durch Gitter (Lettner) vom Kirchenschiff getrennt im Altarraum der Kirche, im "Chorraum".

Was sangen die Geistlichen? Melodisch reich ausgestattete lateinische ("gregorianische") Gesänge in kunstvoll gestalteten Gottesdiensten. Chorleiter war der Kantor, der musikalisch-liturgische Fachmann unter den Priestern. Einige der Melodien, die damals gesungen wurden, sind auch heute noch gebräuchlich, z.B. das Osterlied "Christ ist erstanden".

Wie sangen die "Chorherren"? Einstimmig, im Wechsel einzeln oder gemeinsam, vielleicht auch mit Begleitung der Orgel, die in Lich 1360 zum ersten Mal urkundlich erwähnt ist. Dies geschah ohne Anwesenheit einer kirchlichen Gemeinde. Deren Gottesdienste fanden gesondert statt, im Kirchenschiff, in dessen Mitte auch die alte Kanzel stand. Zum Chorraum hatten Laien keinen Zutritt.

Erst mit der Einführung der Reformation vollzog sich ein grundlegender Wandel, ein Prozess, der über ein halbes Jahrhundert währte. Im Gegensatz zum katholischen Verständnis (Priestergemeinde) wurde nach der Reformation die Laien-Gemeinde wieder zum Träger des Gottesdienstes. Die Folge war eine Wiederbelebung des Gemeindegesangs, die Schaffung deutschsprachiger Kirchenlieder, deren Melodien zum großen Teil weltlichen Volksliedweisen entlehnt waren. Diese Lieder verdrängten die lateinischen Gesänge fast völlig.

Wie wirkte sich die Reformation auf den Chorgesang aus? Von nun an spielten Schulknaben-Chöre eine wichtige Rolle. Ihnen wurde die Aufgabe übertragen, die neu entstandenen Kirchenlieder mit der Gemeinde einzuüben. (Die Begleitung des Gemeindegesangs durch die Orgel wurde erst im 18. Jahrhundert üblich.) Die Knabenchöre musizierten aber auch im lebendigen Dialog zwischen Liturg, Gemeinde und Orgel in mehrstimmigen Gesängen. Heute berühmte Knabenchöre, die ihren Ursprung in jener Zeit haben, sind z.B. der Dresdner Kreuzchor und der Leipziger Thomanerchor.

In Lich brauchte man die Stiftsgeistlichen mit ihren besonderen Chordiensten nun nicht mehr. An ihrer Stelle übernahmen Schüler der Stiftsschule, die im Laufe der Reformation einen großen Aufschwung erlebte, den Chorgesang. Schließlich blieben von den zehn Geistlichen des Marienstifts lediglich der Stiftsdechant und der Stiftspfarrer übrig. Aus dem Scholaster, dem Leiter der Stiftsschule, und dem Kantor wurden später die Schulmeister, die nun nicht mehr Theologen waren, aber immer noch nebenher kirchenmusikalische Ämter haben konnten.

Im Verlauf des 17. Jahrhunderts verlor sich allmählich immer mehr der Gedanken, der hinter den täglichen "Chordiensten" des Mittelalters gestanden hatte, nämlich den Gottesdienst durch kunstvolle Gesänge als vorweggenommene Himmelsfreude zu gestalten.

Die Predigt rückte in den Mittelpunkt des Gottesdienstes. Dem Chor- und Gemeindegesang kam dabei nur noch untergeordnete Bedeutung zu; er diente lediglich zur Umrahmung der Predigt. Diese Tendenz verstärkte sich im 18. Jahrhundert in der Zeit des Pietismus und der Aufklärung, bis der Gottesdienst nahezu eine reine Lehrveranstaltung wurde - weitgehend losgelöst von liturgischen Formen - ohne Sinn für Kirchenjahreszeiten mit den entsprechenden Texten und Gesängen. Das kirchliche Chorwesen wurde dadurch bedeutungslos. Stattdessen entwickelten sich außerhalb der Kirche als Folge eines neuen Zeitgeistes überall weltliche Singgemeinschaften. Diese "Chorvereinigungen", "Singakademien" und "Oratorienvereine", die zum ersten Mal auch Frauen in den Chorgesang einbezogen (sie ersetzten die bis dahin üblichen Knabenstimmen", verstanden sich als Mittel der Volksbildung und waren Ausdruck eines erwachenden Gemeinschafts- und Nationalbewusstseins.

Für Lich war in diesem Zusammenhang die Gründung des Männergesangvereins "Cäcilia" im Jahre 1838 von Bedeutung.

Ziel der weltlichen Chöre war in erster Linie die Pflege des Volksliedes. Daneben sangen sie aber auch geistliche Musik, jedoch nicht aus liturgischen, gottesdienstlichen, sondern aus allgemein religiösen Motiven heraus. Als zunächst von diesem Geist geprägt müssen wir auch die Gründung unseres Kirchengesangvereins im Jahre 1881 verstehen. Nicht Gesang als Lob Gottes, als eigenständige Form der Verkündigung neben dem gesprochenen Wort war also damals der Grund kirchlichen Singens, sondern vor allem die Verschönerung der Gottesdienste.

Bemerkenswert ist, dass sich in Lich bereits um 1820 ein Mann um einen gemischten kirchlichen Chor bemüht hatte: Heinrich Adam Neeb, Sohn eines Organisten der Licher Marienstiftskirche, später berühmt geworden als Chorleiter und Komponist. (Ihm verdankt der erste deutsche Männergesangverein "Germania" in Paris seine Gründung). Nach Neebs Weggang aus Lich löste sich dieser Chor aber bald wieder auf.

Die Rückbesinnung auf die alten Werte und auf das reformatorische Erbe, die "Kirchliche Erweckungsbewegung" am Anfang des 19. und die "Liturgische Erneuerung" am Anfang des 20. Jahrhunderts führten ganz allmählich zu einem "neuen" Verständnis des Chorgesangs. In Lich wurde aus dem "Kirchengesangsverein" der "Kirchenchor" und schließlich im Zuge der Wiedereinführung des Kantorenamtes die "Marienstiftskantorei".

Wenn heute eine vielstimmige Kantorei im selben Chorraum steht, wo einst unter der Leitung seines Kantors das zehnköpfige Priesterkollegium lateinische Gesänge zelebrierte, dann ist über alle Veränderungen im Laufe des Jahrhunderte hinweg die Zielsetzung wieder die Gleiche: Das Lob Gottes, zu allen Zeiten, bei vielen Gelegenheiten, in den verschiedensten Formen und nach bestem Vermögen. Der wesentliche Unterschied aber besteht darin, dass jetzt nicht eine auserwählte Gruppe geweihter Geistlicher singt, sondern Glieder der Christengemeinde selber, soweit sie im Chor singen wollen und können.

aus der Festschrift "100 Jahre Marienstiftskantorei"

Seit 1. Juli 2001 ist Christof Becker als Kantor an der Marienstiftskiche Lich tätig.Kantor Christof Becker
Er stammt aus Landau/Pfalz, wo er in diversen Chören (Oratorienchor des Musikvereins, Südpfälzer Kammerchor, Landauer Stiftskantorei, Ev. Jugendkantorei der Pfalz) und Orchestern (Südpfälzer Kammerorchester, Orchester der Uni Landau) musizierte. Eine nachhaltige Ausbildung erfuhr er im kirchenmusikalischen Seminar Landau als Schüler von LKMD Prof. Heinz Markus Göttsche in Orgel und Chorleitung.

Studium von Kirchenmusik, Musikpädagogik, Orchestermusik (Viola) und Dirigieren an den Musikhochschulen in Karlsruhe, Heidelberg und der Folkwang-Hochschule in Essen. (Prof. G. Wagner, Prof. Schmidt, Prof. Weis, Prof. Michel-Ostertun, Prof. Dr. Martin Sander, Prof. M. Eichenlaub).

Nach Tätigkeiten an der Ev. Kirche in Zeiskam/Pfalz, der Ev. Stadtkirche Rastatt und der Marktkirche Bad Bergzabern, der Baden-Badener Philharmonie und einem Lehrauftrag für Orchesterleitung an der Universität Kaiserslautern, kam er 2001 als Kantor an die Marienstiftskirche in Lich. 2011 wurde die Arbeit von Christof Becker und seiner VorgängerInnen gewürdigt, in dem die Kantorenstelle am 1. Januar zu einer A-Stelle aufgewertet wurde.

Neben den Studien im Hauptfach Viola, begann sich Christof Becker mit der historischen Aufführungspraxis zu beschäftigen und spielt seither auch Barockgeige und Barockbratsche. Vor nunmehr rund 15 Jahren gründete er und leitet seitdem das Barockensemble "Fontanella-Consort", welches mit historischen Instrumenten hauptsächlich Solokantaten und barocke Kammermusik aufführt.
Weitere Anregungen erwarb er sich auf Kursen z. B. bei Prof. Ewald Kooiman, Prof. Harald Vogel, Prof. Jean-Claude Zehnter, Prof. Michael Radulescu, Prof. Lionel Rogg, Reinhard Goebel, Eva Scheytt, Hiro Kurosaki, Prof. Martin Behrmann, Prof. Wolfgang Schäfer und Prof. Ulrich Koch, sowie als Streichquartettspieler (Tomasini-Quartett) beim Amadeus- und LaSalle-Quartett.